14. Januar: Es geht weiter!

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Wie schon angekündigt, setze ich mein Landschafts- und Astrofotografie-Projekt im Natur- und Sternenpark Westhavelland auch in 2018 fort. Und der erste Besuch in 2018 liegt bereits hinter mir. Hier also ein paar Worte und Bilder zu dem wirklich kalten Abend im Sternenpark.

Dieses Mal ging es nördlich des Gülper Sees zum sogenannten Bärengraben. Da ich sonst immer südlich unterwegs war, wollte ich mal die andere Seite des Sees kennenlernen.
Kurz nach der Ankunft ging auch schon die Sonne unter. Danach gab es dann noch ein Naturspektakel der besonderen Art: Der Start und tiefe Überflug einer überdurchschnittlich großen Wildgänseschar. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt das 50mm-Obektiv an der Kamera, sodass ich immer nur einen kleinen Teil der Schar fotografieren konnte:

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Nach diesen glücklichen Schnappschüssen stellte ich dann die Kamera für einen Zeitraffer auf, der den Übergang von der blauen Stunde (nach Sonnenuntergang) in die Nacht darstellen sollte. Hier sind jeweils das Anfangs- und das Endbild zu sehen:

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Zum Ende des Zeitraffers bemerkte ich auch das erste Mal überhaupt mit bloßem Auge das Zodiakallicht. Bei diesem Lichtphänomen handelt es sich um Sonnenlicht, das in der Ebene zwischen den Planeten unseres Sonnensystems, in der sogenannten Ekliptik, von kleinen Staubpartikeln reflektiert wird. Dieses Phänomen ist daher am besten nach Sonnenuntergang im Westen oder vor Sonnenaufgang im Osten zu beobachten. Im folgenden Bild habe ich das Zodiakallicht nochmal verdeutlicht und markiert:

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Nachdem die Dämmerung dann vorbei war, gab es mal wieder einen tollen dunklen Sternenhimmel. Diesen konnte man bei einer gefühlten Kälte von annähernd -10°C allerdings nicht in vollen Zügen genießen. Der stetige Wind sorgte dafür, dass die Fotopausen im Auto verbracht wurden. 😉
Für den zweiten Zeitraffer des Abends montierte ich meine Kamera auf einen “Startracker”, den ich normalerweise für langbelichtete Aufnahmen des Sternenhimmels verwende, da dieser mithilfe eines Motors den Sternen am Himmel (verursacht durch die Erdrotation) folgt. Diesen richtete ich aber nicht am Sternenhimmel aus, sondern stellte ihn einfach waagerecht auf, um im Zeitraffer eine horizontale Drehung zu realisieren. Dies hat auch wunderbar funktioniert und diese Methode werde ich in Zukunft wohl häufiger anwenden, da so noch ein bisschen mehr “Action” in die Sequenz kommt. Als Vergleich hier wieder das Anfangs- und das Endbild der Sequenz (man vergleiche die Lichter der Stadt rechts im Bild):

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Nach diesem Zeitraffer wollte ich eigentlich noch Aufnahmen des Sternenhimmels machen, doch innerhalb von wenigen Minuten zog es sich überraschenderweise komplett zu. Hier noch das letzte Bild des Abends, kurz bevor die Bewölkung eintrat:

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Tom Radziwill

ist begeisterter Landschafts- und Astrofotograf. Auf seinem Blog berichtet er von seinen Reisen, Erlebnissen und der Entstehung der Bilder. Sein Motto: "Jedes Bild hat seine eigene Geschichte."

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Susanne Jupe

    Tolle Dokumentation, auch wenn ich wieder nur die Hälfte davon verstanden habe:) Aber du machst es wirklich gut mit dem erklären, ich freue mich auf Mai, wenn wir hoffentlich wieder bei euch sein werden.

    1. Tom Radziwill

      Danke für die Blumen! Wir freuen uns auch schon auf deinen Besuch! 🙂

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