Auf Kometenjagd – Teil 2: In Berlin

Auf Kometenjagd – Teil 2: In Berlin

Nach der ersten erfolgreichen Beobachtung und den ersten gelungenen Fotos vom Kometen Neowise im Sternenpark Westhavelland (Artikel dazu hier), wollte ich das gute Wetter natürlich nutzen, um weitere Aufnahmen vom Kometen zu bekommen. Dieses Mal ging es aber nicht in die dunkle Gegend des Westhavellands, sondern tatsächlich in die Hauptstadt Berlin, genau einen Tag später. Warum?

Zum Einen traf ich mich mit anderen Sternfreunden, die den Kometen das erste Mal beobachten und fotografieren wollten, und zum Anderen hat es mich schon interessiert, inwieweit sich der Komet gegenüber der Lichtverschmutzung durchsetzen kann. 
Gesagt, getan trafen wir uns auf der Elsenbrücke mit Blick über die Spree nach Nord-Westen. 

Neowise sollte dann rechts irgendwo über dem Spreeufer sichtbar sein. Und das war er dann auch, allerdings zuerst mit technischen Hilfsmitteln, auf dem Kameradisplay. Für das bloße Auge dauerte es noch ein paar Minuten länger. Aber es sah schon beeindruckend aus, wie er sich quasi mühelos von der Lichtverschmutzung abhob und über den Lichtern von Berlin stand, inklusive mit bloßem Auge sichtbaren Schweif. Nach einiger Zeit wurde es dann doch schon empfindlich kühl und einige von uns wechselten dann den Standort. Es ging zur Archenhold-Sternwarte im Treptower Park. 

Nach einer Tasse Kaffee luden wir einen Bollerwagen voll mit Astro-Equipment und es ging ein paar hundert Meter weiter zum Klipper Segelschiffrestaurant, weil wir dort ebenfalls ein schönes Plätzchen mit Blick Richtung Norden und nahezu Horizontsicht gefunden hatten, und auch direkt an der Spree. So ergaben sich auch schöne Stimmungsaufnahmen:

 

 

Tom Radziwill

ist begeisterter Landschafts- und Astrofotograf. Auf seinem Blog berichtet er von seinen Reisen, Erlebnissen und der Entstehung der Bilder. Sein Motto: "Jedes Bild hat seine eigene Geschichte."

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